Im Lungau ist Radfahren nicht gleich Radfahren. Für Abwechslung sorgen die landschaftlichen Gegebenheiten in der Naturregion im Salzburger Süden. Vom klassischen Radfahren, mit und ohne Kinderradanhänger, übers Mountainbiken bis hin zum E-Bike: Im Lungau ist alles möglich.

Für entspannte Radausflüge und einfache Trekkingtouren lässt das Radwegenetz in den Tallagen viele Möglichkeiten offen. Der Murradweg ist der bekannteste, dieser beginnt – und das allein ist wohl schon einzigartig – mitten in den Bergen, auf 1.898 Metern Seehöhe bei der Sticklerhütte in Hintermuhr. Ab hier ergeben sich kilometerweise Möglichkeiten, den gesamten Lungau zu durchqueren – der Endpunkt liegt dann schon in der benachbarten Steiermark, in der Thermenregion Bad Radkersburg. Wer die Ausdauer hat, dorthin zu fahren, sichert sich stolze 470 Kilometer Radvergnügen. Der Einstieg in den Murradweg ist aber natürlich überall möglich. Die grünen Murradweg-Schilder weisen den Weg flussabwärts: Entweder von Muhr bis Ramingstein, wenn man die Lungauer Grenzen nicht überschreiten möchte, oder eben weiter in das steirische Murtal.

Mountainbike-Paradies
Um Höhenmeter zu sammeln will und / oder die sportlichen Ambitionen auszuleben, empfiehlt sich ein flottes Mountainbike und das Lungauer Mountainbike-Tourennetz. Insgesamt 15 offizielle Routen stehen zur Auswahl, als Nummer 16 darf außerdem die „Lungau Extrem“ bezeichnet werden. Es ist wohl die „Königsdisziplin“ unter allen Touren in der Region, sie führt über 160 Kilometer und 1.850 Höhenmeter zu den schönsten Plätzen und wird wirklich nur von „extrem“ trainierten Bikesportlern in nur einer Etappe gefahren. Alle anderen können die Tour nach ihrem Belieben planen – Übernachtungsmöglichkeiten inbegriffen. Der Lungau gilt im Übrigen nach wie vor als Geheimtipp in der Moutainbiker-Szene!

E-Bike-Pionier
So, und dann sind auch noch Fans der E-Bikes in der Biosphäre Lungau bestens bedient. Mehr und mehr im Trend, war der Lungau vor ein paar Jahren bereits die höchstgelegene E-Bike-Region Österreichs und damit Pionier. Ladestationen flächendeckend in der Region sorgen seitdem dafür, dass der elektrisch unterstützte Radfahrvergnügen nirgendwo abrupt ein Ende hat – und für viele die perfekte „Ausrede“ ist, eine Rast in einem der traditionellen Wirtshäuser entlang des Weges einzulegen. Wer das E-Bike auch zum eifrigen Höhenmeter-sammeln, sprich, für Touren auf die Almen und in die Berge nützen möchte, für den sei an dieser Stelle bitte hinzugefügt: Bei aller Erleichterung dank elektrischer Antriebskraft, das persönliche Fahrkönnen und die Fahrtechnik kann der E-Motor nicht beeinflussen! E-Mountainbiking setzt eben gutes fahrerisches Können voraus. Vor allem das Bergab-Fahren im Gelände will gut geübt sein!

Wie man es in der Radregion Lungau also angeht, mit klassischem Rad, Trekkingbike, mit oder ohne Kinderanhänger, Mountainbike oder E-Bike: Radfahren ist in jedem Fall eine gleichmäßige Bewegungsform, rhythmisch und zyklisch im Bewegungsablauf, die Intensität der Belastung ist selbst steuerbar. Durchs Radfahren kann man Landschaft und Natur auf eine ganz besondere Weise entdecken – und gleichzeitig macht es fit, zufrieden und gesund!

Na dann, worauf warten Sie noch?